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ver.di ruft ddp zu Einführung von Tarifverträgen auf E-Mail
Dienstag, den 08. Dezember 2009 um 18:18 Uhr

Die Gewerkschaft ver.di hat ddp nach dem Kauf des deutschen AP-Dienstes aufgefordert, die bestehenden Tariverträge zu akzeptieren "und diesen Standard auch bei ddp einzuführen". ddp sei die "einzige relevante Nachrichtenagentur in Deutschland, bei der es keine Tarifverträge gebe", erklärte Manfred Moos vom ver-di-Landesbezirk Hessen. Der Verkauf von AP dürfe nicht zum Abbau von Arbeitsplätzen führen, auch nicht bei ddp.

Bis heute sei AP Deutschland immer ein profitables Unternehmen gewesen, hieß es in einer Mitteilung der Gewerkschaft. Der Grund für den Verkauf liege ausschließlich in den USA, wo die amerikanische AP-Muttergesellschaft in Schwierigkeiten geraten sei.

Die Gewerkschaft kritisierte die Ankündigung von ddp-Eigentümer Peter Löw, "dpa verzichtbar zu machen". Dies lasse einen ruinösen Wettbewerb befürchten. „Eine aggressive Niedrigpreispolitik wird Arbeitsplätze kosten und zu Lasten der Qualität gehen“, erklärte Moos. 

Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands, Michael Konken, forderte, die Tarifstandards bei AP müssten weiter gelten. "Tarifliche Ungleichgewichte zwischen AP- und ddp-Mitarbeitern müssen in der Perspektive nach oben ausgeglichen werden." Konken schloss sich der Kritik des AP-Betriebsrats an der Informationspolitik der Geschäftsleitung an: "Wenn eine traditionsreiche Nachrichtenagentur verkauft wird, sollten die Mitarbeiter das nicht aus der Zeitung erfahren müssen."

 

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