| Schreibweisen |
| Dienstag, den 30. Oktober 2007 um 08:14 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
die richtige Schreibweise ausländischer Namen ...
ist nicht immer einfach zu bestimmen: Heißt der sibirische Fluss Jenissej, Ienissei, Yenisey oder Enisej? Alle Schreibweisen sind möglich. Für Leser ist es aber lästig, den Strom in einem Artikel heute so und morgen so bezeichnet zu sehen. Und für Redaktionen ist es ärgerlich, wenn die eine Nachrichtenagentur vom Jenissej spricht, die andere aber von Ienissei. Die deutschsprachigen Nachrichtenagenturen bemühen sich deswegen seit vielen Jahren um eine Vereinheitlichung der Schreibweisen. Dazu gehören Richtlinien für den Umgang mit Personennamen und geographischen Namen aus nichtlateinischen Schriftkulturen, nach praktischen und pragmatischen Erwägungen vereinbart von der Arbeitsgruppe "Transkriptionen" deutschsprachiger Nachrichtenagenturen (Vereinbarung vom 17.11.1994, zuletzt aktualisiert 2003)
Für einzelne Länder und Regionen wurden folgende allgemeine Transkriptionsregeln vereinbart, die über das Verzeichnis oben rechts einzeln aufgerufen werden können. für Transkriptionen von Namen in arabischen Ländern, Iran und Israel aus dem Englischen wird folgendes vereinfachtes Verfahren angewandt (Fachleute der Arabistik mögen die mangelnde Differenzierung verzeihen)
- Besonderheiten "el" und "al" - Festgelegte Personennamen sind festgelegt. Andere Varianten werden nicht mehr verwendet. - Ausnahmen für die Transkription aus dem EnglischenNamen aus Algerien, Dschibuti, Tunesien, Marokko und Mauretanien werden unverändert übernommen, da die vorherrschende Umschrift französisch orientiert ist. Französisch sprachige Namen aus Libanon werden nicht transkribiert. Liegt ein russisches Original vor, wird nach modifizierten Regeln aus Duden - Die deutsche Rechtschreibung (Der Duden; Bd. 1), 21. Auflage, 1996, Seite 86, Russisches Transkriptions- und Transliterationssystem transkribiert. Bei englischsprachigen Texten gelten folgende Regeln:
- Festgelegte Personennamen hier gelten grundsätzlich die Transkriptionsregeln für die arabischen Länder
Personennamen
sonstige Bezeichnungen
gültig ist die offizielle englische Transkription. Ausnahme: der Landesname Bangladesch (nicht: Bangladesh)
Hier gelten grundsätzlich die Regeln für die Russisch-Transkription. Früher wurden bulgarische Namen so ins Deutsche transkribiert, dass aus einem "w" am Ende ein "ff" wurde (etwa in Schiwkoff). Das ist heute nicht mehr üblich. für China gilt die offizielle Pinyin-Umschrift (deutsche mit englischer Schreibweise identisch). Ausnahmen: historische Namen wie Mao Tse-Tung, Peking (statt Beijing).Bei Übernahme aus dem Englischen wird aus dem "c" ein "k". Namen werden nicht "eingedeutscht" - ein Kontantinos wird also kein Konstantin. gültig ist die offizielle englische Transkription. grundsätzlich gelten die Transkriptionsregeln für Nahost.
* zumeist nach den Vereinbarungen der deutschsprachigen Nachrichtenagenturen.
gültig ist die offizielle englische Transkription. Ausnahmen sind eingeführte Exonyme wie Tokio oder Fudschijamaseit Anfang 1984 gilt für Südkorea das McCune-Reischauer-System als offizielle Umschrift. Alle Bestandteile von Personennamen beginnen mit einem Großbuchstaben. Bindestriche im Namen entfallen. Nordkoreanische Namen werden wie Namen aus Südkorea behandelt. Serbisch wird sowohl lateinisch (Kroatien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina) als auch Kyrillisch (Serbien, Montenegro, Mazedonien) geschrieben. Die lateinische Schreibweise ist die buchstabengetreue Übertragung der kyrillischen und umgekehrt. Ein unserem "d" ähnlicher Buchstabe, der im lateinisch geschriebenen Serbischen oder Kroatischen vorkommt, wird in ein "dj" umgesetzt (z.B. Tudjman, Djilas). Akzente über den Buchstaben "c", "z" und "s" werden meist ignoriert und nicht entsprechend ihrem Laut umgesetzt. Somalische Namen werden nicht transkribiert, weil Schreibweisen in lateinischer Schrift verbreitet sind. Sudanesische Namen werden wie arabische Namen behandelt und nach den Nahost-Regeln transkribiert. es werden keine Transkriptionen vorgenommen - bei Texten aus dem Englischen ist auf Umlaute zu achten.
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