Stilfragen in Agenturmeldungen sind nur selten ein Thema für Medienjournalisten. Über einen "neuen, bunten Ton" bei dpa schreibt nun Marc Felix Serrao von der "Süddeutschen Zeitung". Er kritisiert in einem Beitrag die Überschrift einer vm-Meldung aus Warschau über das Schicksal eines Neugeborenen, der mit 4,5 Promille Alkohol im Blut zur Welt kam. Die Headline der dpa-Meldung dazu: "Polnisches Promille-Baby außer Lebensgefahr". Dies sei "nicht der erste Ausflug der dpa ins Reich der gekoppelten Reizwörter" gewesen, die sonst eher Kennzeichen für Boulevard-Medien seien, kritisiert Serrao. So sei eine Schauspielerin als "Sauber-Frau" bezeichnet worden. Ereignisse würden als "Sex-Unfall", "Sex-Attacke" oder als "Sex-Tod" eingeführt. Von der "Süddeutschen" dazu befragt, sagte dpa-Sprecher Christian Röwekamp, die Nachrichtenagentur arbeite für sehr unterschiedliche Kunden und müsse deren Interessen berücksichtigen. "Wenn wir einen Sachverhalt in der Überschrift sprachlich zuspitzen, dabei aber korrekt wiedergeben, ist das aus meiner Sicht in Ordnung."

 


pedromiramis Gespräch mit Uli Renz, ehemaligem Chefredakteur von @AP in Deutschland, über #nachrichtenagenturen #Karlsruhe http://t.co/in39VmNg5U
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asheraXonline @butenunbinnen wer speist die Nachrichtenagenturen und treibt auch den Spiegel dazu, so unkritisch zu berichten?
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seythal Ex-#AP-Reporter und Zeitzeuge Frieder Reimold spricht heute abend in Berlin über den Mauerfall http://t.co/DnAZ3j6pFc #nachrichtenagenturen
robertdefcon Für deutsche Nachrichtenagenturen und Leitmedien ist der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis mindestens... http://t.co/HfOY948BtY
wagjoh maschinen als "breaker" und reporter als "analyser". interessantes statement zur zukunft von #nachrichtenagenturen https://t.co/qcHdsovR9c