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Presseschau aus anderem Blickwinkel E-Mail
Sonntag, den 07. Februar 2010 um 13:08 Uhr
Presseschau aus anderem Blickwinkel
Ungewohnte Erfahrung für Agenturjournalisten: Sie werden in diesen Tagen immer wieder selbst zum Gegenstand der Berichterstattung. Seit Kai-Hinrich Renner Mitte Juni 2009 im Hamburger Abendblatt über Verkaufsverhandlungen zwischen AP und ddp geschrieben hat, sind Zeitungen und Mediendienste zu einer wesentlichen Informationsquelle für die eigene berufliche Zukunft geworden. So berichtete Marc Felix Serrao am 7. Dezember 2009 in der Süddeutschen schon über den Abschluss der Verkaufsverhandlungen in New York, als dies von der AP-Geschäftsführung gegenüber den eigenen Mitarbeitern noch dementiert wurde. Jetzt nimmt sich sogar der Spiegel des Themas an.
Unter der Überschrift "Zwei gegen alle" schreiben die Spiegel-Redakteure Beat Balzli, Matthias Bartsch und Markus Brauck über die sich verschärfenden Konflikte im "bisher eher biederen Kosmos der Agenturen". Im gewohnt schnodderigen Spiegel-Stil (so wird etwa moniert, dass "der Rock der Assistentin, die den Kaffee bringt, etwas zu kurz" sei) wird der Einstieg der Finanzinvestoren Martin Vorderwülbecke und Peter Löw bei ddp und beim deutschen AP-Dienst dargestellt. Zum eingeleiteten Umbau beim DAPD und zu den Attacken gegen dpa und AFP heißt es: "Zoff scheint ... beinahe zum Geschäftsprinzip zu gehören."
Auch der Rheinische Merkur schreibt zur Lage der Branche: "Die Gegner rüsten auf." Dem "krisengebeutelten" ddp sei mit der Übernahme der AP GmbH "ein großer Coup" gelungen, meint Angelika Luderschmidt. Seitdem aber gebe es sowohl intern als auch im Verhältnis vor allem zu dpa wachsende Spannungen. In der Berliner Zeitung wusste Daniel Bouhs von Überlegungen zu einem Umzug des DAPD nach Berlin und möglicherweise weiteren Kündigungen beim DAPD - was laut einem kurz zuvor erschienenen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nicht geplant ist. Dort zitiert Friederike Haupt dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner mit der Erklärung, er beschäftige sich zurzeit weniger mit dem eingeleiteten Neustart der dpa als mit der Konkurrenz.

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Ungewohnte Erfahrung für Agenturjournalisten: Sie werden in diesen Tagen immer wieder selbst zum Gegenstand der Berichterstattung. Seit Kai-Hinrich Renner Mitte Juni 2009 im Hamburger Abendblatt über Verkaufsverhandlungen zwischen AP und ddp geschrieben hat, sind Zeitungen und Mediendienste zu einer wesentlichen Informationsquelle für die eigene berufliche Zukunft geworden. So berichtete Marc Felix Serrao am 7. Dezember 2009 in der Süddeutschen schon über den Abschluss der Verkaufsverhandlungen in New York, als dies von der AP-Geschäftsführung gegenüber den eigenen Mitarbeitern noch dementiert wurde. Jetzt nimmt sich auch der Spiegel des Themas an.

Unter der Überschrift "Zwei gegen alle" schreiben die Spiegel-Redakteure Beat Balzli, Matthias Bartsch und Markus Brauck über die sich verschärfenden Konflikte im "bisher eher biederen Kosmos der Agenturen". Im gewohnt schnodderigen Spiegel-Stil (so wird etwa moniert, dass "der Rock der Assistentin, die den Kaffee bringt, etwas zu kurz" sei) wird der Einstieg der Finanzinvestoren Martin Vorderwülbecke und Peter Löw bei ddp und beim deutschen AP-Dienst dargestellt. Zum eingeleiteten Umbau beim DAPD und zu den Attacken gegen dpa und AFP heißt es: "Zoff scheint ... beinahe zum Geschäftsprinzip zu gehören." 

Auch der Rheinische Merkur schreibt zur Lage der Branche: "Die Gegner rüsten auf." Dem "krisengebeutelten" ddp sei mit der Übernahme der AP GmbH "ein großer Coup" gelungen, meint Angelika Luderschmidt. Seitdem aber gebe es sowohl intern als auch im Verhältnis vor allem zu dpa wachsende Spannungen. In der Berliner Zeitung schrieb Daniel Bouhs von Überlegungen zu einem Umzug des DAPD nach Berlin und möglicherweise weiteren Kündigungen beim DAPD - was laut einem kurz zuvor erschienenen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nicht geplant ist. Dort zitiert Friederike Haupt dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner mit der Erklärung, er beschäftige sich zurzeit weniger mit der Konkurrenz als mit dem eingeleiteten Neustart der dpa. Der Stoff für weitere Berichterstattung über Nachrichtenagenturen wird aber in diesem Jahr wohl so schnell nicht ausgehen. 

 

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