Vom Agenturkritiker zum Agenturjournalisten

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Zwei Jahre lang hat Daniel Bouhs als Medienjournalist Nachrichten über die Nachrichtenagenturen zusammengetragen, ergänzt um Vermutungen, Spekulationen, Kritik. Mehr als 80 Artikel zum Thema sind in dieser Zeit bei meedia.de, beim epd, in der taz, in der Frankfurter Rundschau oder anderen Medien erschienen. In den Redaktionen der Nachrichtenagenturen hatte er seine aufmerksamsten Leser. Wenn jemand einen neuen Beitrag zuerst entdeckte, stieß der Ausruf "Der Bouhs hat wieder was geschrieben!" auf lebhafte Neugier bis leises Erschrecken. Jetzt wird der Agenturkritiker zum Agenturjournalisten und steigt zum 1. April beim dapd in der Recherche-Einheit Sources ein. 

"Die Nachrichtenagentur dapd bietet mir die Chance, mein Wunschmedium mit meinem Wunschthema zu kombinieren", antwortete der 28-Jährige auf die Frage von agenturjournalismus.de nach seinen Beweggründen für den Wechsel. "Medienjournalismus für eine Nachrichtenagentur - und das vor allem als Teil einer Redaktion, die explizit über die Tagesaktualität hinaus denkt. Das wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen." Entgehen wird der so gern sich selbst bespiegelnden Medienszene nun der bissig-kritische Blick, mit dem Bouhs die Agenturen aus einer Ecke der jahrzehntelangen Kaum-Beachtung ans Licht der Öffentlichkeit gebracht hat.