AP erstmals seit 2004 wieder in den roten Zahlen

AP erstmals seit 2004 wieder in den roten Zahlen
 
2009 hat der Verkauf des deutschen Dienstes AP noch vor dem Absturz in die Verlustzone bewahrt. Im vergangenen Jahr aber ist die US-Nachrichtenagentur erstmals seit 2004 wieder in die roten Zahlen geraten. Der jetzt veröffentlichte Geschäftsbericht http://www.ap.org/annual11/media/APAnnualReport10.pdf weist für 2010 einen Nettoverlust vor Steuern von 14,7 Millionen Dollar aus, nach einem Gewinn von 8,8 Millionen ein Jahr zuvor. Allein der Betriebsverlust erreichte 34,3 Millionen Dollar (nach 21,4 Millionen im Jahr 2009).
 
Die Umsätze fielen das zweite Jahr in Folge, nach einem Rückgang von 9,5 Prozent im Jahr 2009 war es diesmal ein Minus von 7,0 Prozent auf 630,5 Millionen Dollar - die bislang höchsten Umsätze waren 2008 mit 748 Millionen Dollar registriert worden. Die Entwicklung im vergangenen Jahr sei überwiegend auf die bereits 2009 beschlossenen Preisnachlässe für den Bezug von Nachrichtendiensten zurückzuführen, erklärte Associated Press. Zum Teil seien diese von höheren Einnahmen im Bildverkauf und bei digitalen Diensten ausgeglichen worden.
 
Der Verlust konnte auch deswegen begrenzt werden, weil AP weiter an den Personalkosten gespart hat. Diese wurden im vergangenen Jahr um 10 Prozent reduziert. Seit 2008 sei die gesamte Personalausstattung um 17 Prozent verringert worden. Die Zahl der Mitarbeiter wird weder im Geschäftsbericht noch im Finanzabschluss genannt.
 
Dort http://www.ap.org/annual11/media/APFinancials10.pdf heißt es zum Verkauf der Associated Press GmbH in Deutschland (mit Wirkung zum 1.12.2009), dass dabei ein Gewinn von 13,2 Millionen Dollar erzielt worden sei. In der AP-Meldung zur Bilanz heißt es: "The news cooperative's results were helped by the sale of a German Division."
 
"2011 wird wahrscheinlich ein weiteres finanziell schwieriges Jahr für The
Associated Press und für die Medienbranche insgesamt", schreibt das Management im Geschäftsbericht. "Wir sind aber zuversichtlich, dass es die eingeleiteten Initiativen und Prioritätssetzungen dem Unternehmen ermöglichen, 2012 wieder profitabel zu werden." Zeitungskunden und Rundfunksender erhofften sich von AP Unterstützung bei der Anpassung an Veränderungen in der Rezeption von Nachrichten. "Gleichzeitig eröffnet die Explosion von Tablet-Computern, Smartphones und anderen mobilen Geräten neue Märkte für AP-Inhalte." Die Plattform für die Verbreitung mobiler Nachrichteninhalte werde von mehr als 1000 Zeitungen genutzt, die App dafür sei fünf Millionen Mal heruntergeladen worden. Unter der Bezeichnung iCircular hat AP auch ein Angebot für mobile Werbung entwickelt.
 
An weiteren Plänen kündigte AP einen Ausbau des Videodienstes an: In den nächsten 18 Monaten werde AP seine Infrastruktur für die Produktion von Filmen in HD-Qualität aufwerten und in die Breite der Videoberichterstattung investieren. Bis zu den Olympischen Spielen 2012 in London und der US-Präsidentschaftswahl im gleichen Jahr werde es den Videodienst durchgängig in HD-Auflösung geben. Bei Video sei eine zunehmende Fragmentierung des Marktes zu beobachten, heißt es im Geschäftsbericht. Die Kunden wollten sowohl das reine Aufnahmematerial, als auch Live-Berichterstattung und fertige Video-Produkte für Online-Portale. Als zweiter Schwerpunkt für künftige Investitionen wurde die Inlandsberichterstattung in den 50 US-Staaten genannt, darunter als Prioritäten mehr politische Nachrichten aus den Einzelstaaten und eine intensivere Berichterstattung über den College-Sport."

2009 hat der Verkauf des deutschen Dienstes AP noch vor dem Absturz in die Verlustzone bewahrt. Im vergangenen Jahr aber ist die US-Nachrichtenagentur erstmals seit 2004 wieder in die roten Zahlen geraten. Der jetzt veröffentlichte Geschäftsbericht weist für 2010 einen Nettoverlust vor Steuern von 14,7 Millionen Dollar aus, nach einem Gewinn von 8,8 Millionen ein Jahr zuvor. Allein der Betriebsverlust erreichte 34,3 Millionen Dollar (nach 21,4 Millionen im Jahr 2009).

Die Umsätze fielen das zweite Jahr in Folge, nach einem Rückgang von 9,5 Prozent im Jahr 2009 war es diesmal ein Minus von 7,0 Prozent auf 630,5 Millionen Dollar - die bislang höchsten Umsätze waren 2008 mit 748 Millionen Dollar erwirtschaftet worden. Die Entwicklung im vergangenen Jahr sei überwiegend auf die bereits 2009 beschlossenen Preisnachlässe für den Bezug von Nachrichtendiensten zurückzuführen, erklärte Associated Press. Zum Teil seien diese von höheren Einnahmen im Bildverkauf und bei digitalen Diensten ausgeglichen worden.

Der Verlust konnte auch deswegen begrenzt werden, weil AP weiter an den Personalkosten gespart hat. Diese wurden im vergangenen Jahr um 10 Prozent reduziert. Seit 2008 sei die gesamte Personalausstattung um 17 Prozent verringert worden. Die Zahl der Mitarbeiter wird weder im Geschäftsbericht noch im Finanzabschluss genannt.

Dort heißt es zum Verkauf der Associated Press GmbH in Deutschland (mit Wirkung zum 1.12.2009), dass dabei ein Gewinn von 13,2 Millionen Dollar erzielt worden sei. In der AP-Meldung zur Bilanz heißt es: "The news cooperative's results were helped by the sale of a German Division."

"2011 wird wahrscheinlich ein weiteres finanziell schwieriges Jahr für The Associated Press und für die Medienbranche insgesamt", schreibt das Management im Geschäftsbericht. "Wir sind aber zuversichtlich, dass es die eingeleiteten Initiativen und Prioritätssetzungen dem Unternehmen ermöglichen, 2012 wieder profitabel zu werden." Zeitungskunden und Rundfunksender erhofften sich von AP Unterstützung bei der Anpassung an Veränderungen in der Rezeption von Nachrichten. "Gleichzeitig eröffnet die Explosion von Tablet-Computern, Smartphones und anderen mobilen Geräten neue Märkte für AP-Inhalte." Die Plattform für die Verbreitung mobiler Nachrichteninhalte werde von mehr als 1000 Zeitungen genutzt, die App dafür sei fünf Millionen Mal heruntergeladen worden. Unter der Bezeichnung iCircular hat AP auch ein Angebot für mobile Werbung entwickelt.

An weiteren Plänen kündigte AP einen Ausbau des Videodienstes an: In den nächsten 18 Monaten werde AP seine Infrastruktur für die Produktion von Filmen in HD-Qualität aufwerten und in die Breite der Videoberichterstattung investieren. Bis zu den Olympischen Spielen 2012 in London und der US-Präsidentschaftswahl im gleichen Jahr werde es den Videodienst durchgängig in HD-Auflösung geben. Bei Video sei eine zunehmende Fragmentierung des Marktes zu beobachten, heißt es im Geschäftsbericht. Die Kunden wollten sowohl das reine Aufnahmematerial, als auch Live-Berichterstattung und fertige Video-Produkte für Online-Portale. Als zweiter Schwerpunkt für künftige Investitionen wurde die Inlandsberichterstattung in den 50 US-Staaten genannt, darunter als Prioritäten mehr politische Nachrichten aus den Einzelstaaten und eine intensivere Berichterstattung über den College-Sport."

Ärger gibt es unterdessen mit der Gewerkschaft, der News Media Guild. Während der laufenden Tarifverhandlungen sei Mitarbeitern mit Massenentlassungen gedroht worden, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft unter Berufung auf Angaben von Mitgliedern. Sollte sich dies bestätigen, werde sich die Gewerkschaft an die Arbeitsbehörde wenden.