Guardian: Bloomberg holt Abstand zu Thomson Reuters auf

Der angekündigte Wechsel an der Spitze von Thomson Reuters wirft Fragen zur aktuellen Lage des Unternehmens auf. Ein Blog-Eintrag der Londoner Zeitung Guardian bezeichnet die Entwicklung seit der Übernahme von Reuters durch Thomson im Jahr 2008 als "eine traurige Geschichte von Umwälzungen im Management, kulturellen Zusammenstößen und enttäuschenden Produkteinführungen". Die Zeitung zitiert den Analysten Douglas B Taylor von Burton-Taylor International Consulting in Florida mit den Worten, dass Bloomberg dabei sei, den Abstand zum großen Rivalen aufzuholen. Nach Angaben der Marktforscher hatte Reuters 2007 im Geschäft mit Finanzinformationen für Banken und Investmentfirmen einen Marktanteil von mezhr als 36 Prozent - vergleichen mit 25 Prozent für Bloomberg. Für 2011 schättzt Burton-Taylor den Anteil von Thomson Reuters auf 31,4 Prozent, den von Bloomberg auf 30.8 Prozent. "Da ist etwas schrecklich falsch gelaufen", meint der Verfasser des Berichts. Zumindest sei die Zusammenführung der britischen Nachrichtenagentur mit dem kanadischen Anbieter von professionellen Fachinformationen weit komplexer als ursprünglich angenommen.