Marktvolumen der Nachrichenagenturen in Deutschland auf 170 Millionen Euro geschätzt

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Grafik: obs/Goldmedia

Die Nachrichtenagenturen in Deutschland haben im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 170 Millionen Euro erwirtschaftet. Dies geht aus einer Studie hervor, die das Berliner Beratungsunternehmen Goldmedia jetzt vorgelegt hat. Demnach ist dpa mit einem Anteil von 52 Prozent Marktführer. Danach folgen dapd mit 18 Prozent, SID (8 Prozent), epd und KNA (jeweils 7 Prozent) sowie AFP und Reuters (jeweils 4 Prozent). Dabei handelt es sich um geschätzte Umsatzanteile - die Reichweite der Agenturen bei den Medien in Deutschland dürfte sich noch etwas anders darstellen. "Die Informationsfülle des Internets und schrumpfende Margen der Zeitungsverlage werden künftig vermutlich weitere Konsolidierungen forcieren", sagen die Autoren der Studie voraus.

Seit dem Zusammenschluss von ddp und der AP GmbH zur dapd sei der deutsche Markt der Nachrichtenagenturen im europäischen Vergleich besonders wettbewerbsintensiv geworden, heißt es in der Studie. Nachrichtenagenturen seien mehr als Lieferanten von aktuellem Content - sie agierten auch als "Beratungshäuser für die technische und crossmediale Integration von Nachrichten". Die Plattformen moderner Newsrooms mit Web-2.0-Features förderten die Entwicklung "virtueller Redaktionsgemeinschaften" von Nachrichtenagenturen mit ihren Kunden.