Reuters reagiert auf Proteste gegen Mitarbeiter im Jemen
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- Erstellt am Montag, 21. November 2011 17:09
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Nach massiven Protesten in Sozialen Medien hat Reuters einen Mitarbeiter aus dem Jemen abgezogen, der auch dem Staatschef Ali Abdullah Salih als Dolmetscher diente. Anhänger der Oppositionsbewegung in dem arabischen Land protestierten auf Twitter mit dem Hashtag #ShameOnReuters gegen die Doppelrolle des Reporters Mohamed Sudam. In einer Erklärung auf Facebook betonte Reuters, dass Sudams Meldungen aus dem Jemen immer fair und genau gewesen seien. Auch habe er seine Tätigkeit als Dolmetscher des Präsidenten gegenüber Reuters angegeben. Bei einer Überprüfung sei die Nachrichtenagentur jetzt aber zu dem Schluss gekommen, dass es nicht richtig sei, "einen Stringer einzusetzen, der auch für die Regierung arbeitet". Sudam werde daher nicht weiter für Reuters aus dem Jemen berichten. In den Kommentaren finden sich zahlreiche Dankesbekundungen für die Entscheidung, aber auch Enttäuschung darüber, dass Reuters mit der Beschäftigung eines Regierungsmitarbeiters an Glaubwürdigkeit verloren habe. Die arabische Bloggerin Dima Khatib sprach von einem großen Erfolg für die Aktivisten im Jemen, die sonst nicht so präsent im Netz seien wie die Opposition in Syrien, Bahrain, Tunesien und Ägypten.