| Strukturkrise, Sinnkrise, Baustelle Kunde ... |
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| Montag, den 05. Oktober 2009 um 19:55 Uhr | |||
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- mit diesen Stichwörtern beleuchtet das DJV-Medienmagazin journalist die Situation der Nachrichtenagenturen. Gefragt sind, so ließe sich die Titelgeschichte von Svenja Siegert zusammenfassen, neue Einnahmequellen, eine attraktive Online-Strategie sowie die Besinnung auf Kernwerte wie Recherche und saubere Sprache. Die journalist-Redaktion lud fünf leitende Agenturjournalisten und zwei Zeitungskollegen zu einem Roundtable ein. Im Zentrum des Gesprächs standen die Bedürfnisse der Zeitungsmedien, und so präsentierten sich die Agenturen denn auch von ihrer schönsten Seite - was den Chefredakteur der Rheinischen Post, Sven Gösmann, zu der Bemerkung veranlasste: "Ich komme mir vor wie auf einer Messe." Dabei sind die guten Vorsätze seit mindestens zehn Jahren immer die gleichen: Mehr Hintergrund, größere Themenvielfalt, mehr Service und Orientierung. Neu hinzugekommen ist das Bemühen, auch Online-Auftritte gezielt zu unterstützen. Der stellvertretende dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner sieht denn eine große Chance von Agenturen darin, "unseren Kunden gerade im regionalen Bereich Mut zu machen, das Netz richtig zu erschließen". Die Idee: Regionale Online-Portale mit den passenden Bausteinen von der Nachrichtenagentur.Der Chefredakteur von ddp, Joachim Widmann, setzt den Akzent hingegen mehr auf die Blattmacher-Perspektive für Zeitungen, "die kleine Redaktionen haben und für die der Internet-Auftritt nicht das Hauptprodukt sein wird". AFP-Chefredakteur Daniel Jahn und ich (Peter Zschunke) als Ressortleiter Ausland bei AP wiesen besonders auf die internationale Berichterstattung hin - aus Regionen, in denen allein die Nachrichtenagenturen eine kontinuierliche Versorgung mit Informationen leisten können. Das journalistische Angebot der Nachrichtenagenturen war vermutlich noch nie besser - die Krise ist allein eine ökonomische. "Die Situation ist dramatischer, als wir uns das hier eingestehen", sagte KNA-Chefredakteur Ludwig Ring-Eifel. Medienjournalist Kai-Hinrich Renner erwartet zwar keine Kündigungswelle für dpa, weiß aber auch, "dass es keine goldenen Zeiten sind". Renner war es, der im Juni zuerst über Verkaufsverhandlungen zwischen ddp und AP berichtet hat - was zwei Wochen nach dem Roundtable bestätigt wurde. "Sollten sie sich einigen", so heißt es in der Titelgeschichte im journalist, "würde sich die deutsche Agenturlandschaft spürbar verändern: Mit einem Schlag hätte ddp sein Korrespondentennetz in Deutschland und in der Welt ausgebaut. Ein ddp/AP-Kombipaket wäre für Redaktionen deutlich billiger als etwa die Leistungen von AFP plus dpa."
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Dabei sind die guten Vorsätze seit mindestens zehn Jahren immer die gleichen: Mehr Hintergrund, größere Themenvielfalt, mehr Service und Orientierung. Neu hinzugekommen ist das Bemühen, auch Online-Auftritte gezielt zu unterstützen. Der stellvertretende dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner sieht denn eine große Chance von Agenturen darin, "unseren Kunden gerade im regionalen Bereich Mut zu machen, das Netz richtig zu erschließen". Die Idee: Regionale Online-Portale mit den passenden Bausteinen von der Nachrichtenagentur.




