| News auf dem iPad |
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| Donnerstag, den 01. Juli 2010 um 22:03 Uhr | |||
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Entsprechend engagiert gehen die großen Nachrichtenagenturen ihre iPad-Projekte an. Nahezu zeitgleich mit der iPad-Einführung Anfang April in den USA hat AP seine iPhone-App für das größere Gerät weiterentwickelt. Texte, Fotos und Videos werden in thematischen Kategorien sortiert und in kleinen Streifen auf einem Leinen-Hintergrund angezeigt, der offenbar Seriosität zum Ausdruck bringen will, aber etwas langweilig wirkt. Das Screen-Layout verschenkt viel Platz und wird damit den iPad-Möglichkeiten nicht gerecht. Im Unterschied zu Videos lassen sich die Fotos nicht in der vollen Bildschirmgröße anzeigen. Von Thomson Reuters gibt es gleich vier Apps fürs iPad: Reuters News, Reuters Galleries (Fotos), Reuters Insider (einen Multimedia-Dienst für Finanznachrichten, die Registrierung ist in der Einführungsphase zurzeit noch kostenlos) und das Thomson Reuters Marketboard. Neben aktuellen Nachrichten hält die News-App auch interessante Tools bereit wie einen Währungsrechner oder Charts für wichtige Aktienbörsen oder auch einzelne Wertpapiere. Die Galleries von Reuters präsentieren Pressefotos zu aktuellen Themen wie der Fußball-WM sowie in der Rubrik "Editor's Choice" eine Auswahl von Bildern der letzten 24 Stunden. Die Fotos lassen sich formatfüllend anzeigen und können auch in einer Diaschau abgespielt werden. Die iPad-Angebote von AP und Reuters sind bislang ganz auf ein Publikum in den USA oder in Großbritannien ausgerichtet. Die AP-App fragt zwar den aktuellen Standort des Nutzers ab und verwendet dabei die GPS-Schnittstelle. Die aktuelle Temperatur für diesen Ort wird aber nur in Fahrenheit angegeben: 75 Grad in Berlin! Die Reuters News Apps zeigt keine Charts für den DAX an, die gibt es aber immerhin auf dem Thomson Reuters Marketboard. In Paris arbeitet AFP derweil an einem Angebot für das Apple-Tablet. Wie schon beim AFP-App für das iPhone gehe es vor allem darum, "die App Kunden als White Label zur Verfügung zu stellen", erklärte der Geschäftsführer der AFP GmbH, Clemens Wortmann, auf Anfrage von agenturjournalismus.de. Für die iPhone-APP gebe es bereits zwölf Partner in Frankreich, in Deutschland gelang die Premiere mit der Frankfurter Neuen Presse. "AFP will sich damit den klassischen Kunden als technischer Partner und Dienstleister empfehlen, was Bindung erzeugt und Zusatzabos von Rubriken überregionalen Inhalts generiert", erklärte Wortmann. Von den deutschen Agenturen hat dpa Anfang Juni eine Prototyp-Ausgabe der Frankfurter Rundschau auf dem iPad vorgestellt. Dabei habe sich gezeigt, "dass HTML5 (insbesondere unter Zuhilfenahme der neuen semantischen Tags, zusammen mit semantischen CSS-Klassen) gut geeignet ist, um (Zeitungs-) Inhalte für die Darstellung auf Tablets bereitzustellen", erklärte Gerd Kamp in einem Blog-Beitrag des dpa Newslabs. Für den neuen HTML-Standard spreche auch, dass die Darstellung eines gedruckten Produktes nicht eins zu eins für Tablet-Computer wie das iPad übernommen werden sollte. Das dpa Newslab erwartet, "dass Tablets als multifunktionale Geräte eine größere Verbreitung im Markt finden werden als E-Reader". Es sei aber damit zu rechnen, dass sich das von den klassischen E-Book-Readern verwendete EPUB-Format noch längere Zeit halten werde.
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Werden neuartige Tablet-Computer wie das iPad die Nutzung von Nachrichten und anderen journalistischen Inhalten verändern? Für eine umfassende Antwort auf diese Frage ist es wohl noch zu früh. Klar ist aber, dass das iPad mit seinem großen Display und seiner gerade noch handlichen Form sehr viel bessere Möglichkeiten der Medienpräsentation bietet als ein Smartphone. Auch den E-Book-Readern mit der bislang noch auf Graustufen beschränkten E-Ink-Technik ist das iPad überlegen.






