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Google wird AP-Kunde  E-Mail
Mittwoch, den 09. August 2006 um 10:46 Uhr

Google und AP haben eine Vereinbarung getroffen, wonach das Internet-Unternehmen künftig für Texte und Bilder der Nachrichtenagentur zahlt. Der von AP gelieferte Content soll die Grundlage für ein neues Informationsangebot werden, das in den kommenden Monaten eingeführt und die bisherigen Google News ergänzen soll.

Google lehnt es bisher ab, für die Nachrichten der Google News zu zahlen, die von frei verfügbaren News-Portalen im Internet übernommen und mit Hilfe einer Software-Lösung gewichtet und angeordnet werden. Die freie Verwendung rechtfertigt Google mit der Copyright-Bestimmung des "Fair Use" - das Internet-Unternehmen betrachtet die Zusammenstellung der Nachrichten in Kurzform mit entsprechenden Links zu den Herkunftsseiten als "angemessene Nutzung", die nach amerikanischem Urheberrecht honorarfrei ist. Dennoch hat AFP Google im März vergangenen Jahres verklagt und fordert 17,5 Millionen Dollar Schadensersatz wegen Copyright-Verletzung. Das Verfahren vor einem Gericht in Washington ist noch nicht abgeschlossen.

"Google war immer der Auffassung, dass Content-Provider und Publisher für ihre Arbeit einen fairen Gegenwert erhalten sollen, damit sie weiterhin Informationen von hoher Qualität erzeugen", erklärte das Internet-Unternehmen zu der Vereinbarung mit AP. Google ist sieben Jahre nach seiner Gründung gemessen an den Umsätzen zehn Mal so groß wie die mehr als 160 Jahre alte AP, die als Non-Profit-Unternehmen von den amerikanischen Medien getragen wird. Google wird damit wie Yahoo und andere Internet-Portale zu einem Agenturkunden. Online-Einnahmen haben bei AP zurzeit einen Anteil von etwa 14 Prozent des Gesamtumsatzes von 654 Millionen Dollar (2005).

 

 

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