B2B oder B2C?
 

RSS-Feed abonnieren

RSS Feed agenturjournalismus.de
epd feiert 100. Geburtstag E-Mail
Mittwoch, den 03. Februar 2010 um 05:11 Uhr
Die Nachrichtenagenturen zoffen sich heftig in diesen Wochen. Alle? Nein. Eine kleine evangelische Nachrichtenagentur feiert lieber ihren 100. Geburtstag. Ein derart hohes Alter erreicht ein Medienunternehmen vielleicht nur dann, wenn es das beherzigt, was Bundespräsident Horst Köhler in einem Grußwort zum Jubiläum des  Evangelischen Pressedienstes (epd) erklärte: Dessen besonderes Verdienst sei es, "stets den Menschen im Blick zu haben".
Der langjährige epd-Nachrichtenchef Roland Kauffmann schreibt in einem Überblick zur Agenturgeschichte: "Ein honoriger Kreis von evangelischen Männern und Frauen" habe sich am 3. Februar 1910 in Wittenberg getroffen, um den Evangelischen Preßverband für Deutschland (EPD) zu gründen. Sechs Stunden hätten die teils hitzigen Debatten gedauert, ehe sich die Abgesandten von sieben Landespresseverbänden und weiteren evangelischen Gremien auf eine Satzung mit einer zentralen Aufgabe verständigt hötten, die "Bedienung der gesamten Presse" mit Nachrichten und Berichten "zur Vertretung der evangelischen Weltanschauung".
Was letzteres genau sein mag, beschäftigt bis heute die epd-Redaktionskonferenzen. Und die präsidiale Standortbestimmung ist bestimmt nicht die schlechteste Definition, wenn man sich die wechselvolle Geschichte des epd über den Ersten und den Zweiten Weltkrieg hinweg anschaut. Danach hielt sich lange Zeit die falsche Darstellung, der epd sei im NS-Regime verboten gewesen - eine Legende, mit der der epd erst 2002 nach Recherchen des ehemaligen Chefredakteurs Hans Hafenbrack und des damaligen epd-Medienredakteurs Volker Lilienthal aufgeräumt hat.
Heute verbreiten die 80 Redakteurinnen und Redakteure des epd jährlich nahezu 50.000 Meldungen, außerdem Bilder und Infografiken. "Der bundesweite epd-Basisdienst erreicht rund zwei Drittel aller in Deutschland erscheinenden Tageszeitungen mit einer Leserschaft von 37 Millionen Menschen", erklärt Chefredakteur Thomas Schiller. Die Bezieher schätzen die etwas andere Sichtweise auf gesellschaftliche Themen, die fundierte Medienberichterstattung und den solidarischen Blick auch auf die Menschen in der Dritten Welt.

epd_100

Bei den jahrzehntelang so zurückhaltenden Nachrichtenagenturen gibt es in diesen Wochen heftigen Streit. Seine eigene Agenda setzt da der Evangelische Pressedienst (epd), der heute mit viel Prominenz aus Medien und Politik seinen 100. Geburtstag feiert. Ein derart hohes Alter erreicht ein Medienunternehmen vielleicht nur dann, wenn es das beherzigt, was Bundespräsident Horst Köhler in einem Grußwort zum Jubiläum erklärt: Das besondere Verdienst des epd sei es, "stets den Menschen im Blick zu haben".

Der langjährige epd-Nachrichtenchef Roland Kauffmann schreibt in einem Überblick zur Agenturgeschichte: "Ein honoriger Kreis von evangelischen Männern und Frauen" habe sich am 3. Februar 1910 in Wittenberg getroffen, um den Evangelischen Preßverband für Deutschland (EPD) zu gründen. Sechs Stunden hätten die teils hitzigen Debatten gedauert, ehe sich die Abgesandten von sieben Landespresseverbänden und weiteren evangelischen Gremien auf eine Satzung mit einer zentralen Aufgabe verständigt hätten - die "Bedienung der gesamten Presse" mit Nachrichten und Berichten "zur Vertretung der evangelischen Weltanschauung".

Den Substantivismus hat der epd weitgehend überwunden. Aber die Erkundung der evangelischen Perspektiven beschäftigt die epd-Redaktionskonferenzen bis heute. Und die präsidiale Standortbestimmung ist bestimmt nicht die schlechteste Definition, wenn man sich die wechselvolle Geschichte des epd über den Ersten und den Zweiten Weltkrieg hinweg anschaut. Danach hielt sich lange Zeit die falsche Darstellung, der epd sei im NS-Regime verboten gewesen - eine Legende, mit der der epd erst 2002 nach Recherchen des ehemaligen Chefredakteurs Hans Hafenbrack und des damaligen epd-Medienredakteurs Volker Lilienthal aufgeräumt hat. 

Heute verbreiten die 80 Redakteurinnen und Redakteure des epd jährlich nahezu 50.000 Meldungen, außerdem Bilder und Infografiken. "Der bundesweite epd-Basisdienst erreicht rund zwei Drittel aller in Deutschland erscheinenden Tageszeitungen mit einer Leserschaft von 37 Millionen Menschen", erklärt Chefredakteur Thomas Schiller. Die Bezieher schätzen die etwas andere Sichtweise auf gesellschaftliche Themen, die fundierte Medienberichterstattung und den solidarischen Blick auch auf die Menschen in der Dritten Welt.

epd_redaktion

 

Twitter Ticker

home search