| dpa-Geschäftsführer Richtberg dementiert Pressebericht über Abbestellungspläne |
| Mittwoch, den 18. April 2001 um 10:02 Uhr |
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Als "böswillige Verdrehungen" hat dpa-Geschäftsführer Walter Richtberg Meldungen zurückgewiesen, wonach es in der deutschen Presselandschaft einen zunehmenden Trend geben soll, ohne den Nachrichtendienst des Marktführers auszukommen. Der Wirtschaftswoche sagte Richtberg: "Die Realität sieht anders aus." Derzeit gebe es drei Zeitungen, die auf den dpa-Basisdienst verzichteten - die Freie Presse in Chemnitz, die Rheinpfalz in Ludwigshafen und die Saarbrücker Zeitung. "Auch mit der 'Bild'-Zeitung stehen wir in guten Vertragsbindungen", erklärte Richtberg. Die Financial Times Deutschland hatte am 10.4.2001 unter der Überschrift "Nachrichtenagentur dpa büßt Geltung ein" berichtet, dass es bei Bild Überlegungen geben soll, "einige der regionalen Landesdienste des Nachrichtenversorgers zu kündigen". Richtberg zufolge erzielte die dpa im vergangenen Jahr einen Umsatz von weit über 200 Millionen Mark, nachdem es im Jahr zuvor 198 Millionen gewesen waren. Gleichzeitig sei die Umsatzrendite von 0,7 auf 3,2 Prozent gestiegen. Zu dem von manchen beobachtenden Trend verstärkter Eigenberichte in Zeitungen sagte Richtberg: "Ich glaube, dass auch die Autoren-Zeitung, wenn sie denn käme, auf eine Nachrichtenagentur nicht verzichten kann. Im Gegenteil: Je mehr die Agentur das Routinegeschäft abdeckt, desto eher kann sich die Zeitung auf ihr Profil konzentrieren."
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