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dpa nimmt Abschied von Wilm Herlyn E-Mail
Mittwoch, den 13. Januar 2010 um 22:03 Uhr

Nach 19 Jahren endet bei dpa die Ära Wilm Herlyn. Der Chefredakteur trat mit 65 Jahren in den Ruhestand und übergab seine Aufgaben dem Nachfolger Wolfgang Büchner. Mit dem Generationswechsel ist auch ein neues redaktionelles Konzept verbunden. Dazu gehört nach einem Bericht des Medium Magazins der Aufbau einer gemeinsamen Internet-Plattform, die die dpa-Redaktion, dpa-Content und die Redaktionen der Kunden zusammenführt.

Vor der offiziellen Verabschiedung Herlyns in Berlin würdigte der dpa-Aufsichtsratsvorsitzende Karlheinz Röthemeier dessen Arbeit seit 1991. Zu seinen besonderen Leistungen gehörten nach dem Fall der Mauer der schnelle Aufbau der dpa-Organisation in den neuen Bundesländern, die Bildung eines eigenständigen Ressorts für bunte und vermischte Themen sowie der Aufbau eines Dienstes mit "Nachrichten für Kinder". Röthemeier erklärte in einer Pressemitteilung: "Dr. Wilm Herlyn hat die Agentur unter schwierigen Bedingungen ebenso konsequent wie erfolgreich neu ausgerichtet."  Dabei sei Herlyn "stets Garant für unabhängige und verlässliche dpa-Nachrichten" gewesen. 

Der gebürtige Bielefelder Herlyn studierte Philosophie, Geschichte und Politikwissenschaft. Nach der Promotion volontierte er 1971 bei der Welt in Hamburg, für die er danach unter anderem Leiter der Deutschland-Redaktion und Chef vom Dienst war. Später schrieb Herlyn für das Politik-Ressort der Bunten und für die Rheinische Post, bei der er stellvertretender Chefredakteur war. Von Düsseldorf wechselte er 1991 als Chefredakteur zur Deutschen Presse-Agentur.

Dort ist Büchner bereits seit Sommer 2008 als stellvertretender Chefredakteur aktiv gewesen, nachdem er im März 2009 vom dpa-Aufsichtsrat zum neuen Nachfolger Herlyns berufen worden war. Der 43-Jährige war zuvor Chefredakteur bei Spiegel Online. Weitere Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren unter anderem die Nachrichtenagenturen AP und Reuters sowie die Financial Times Deutschland.

 

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