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Verschriebene Scherzmittel E-Mail
Donnerstag, den 31. Dezember 2009 um 08:31 Uhr

"Die schönsten dpa-Berichtigungen 2009" dokumentiert die FAZ in ihrer Silvesterausgabe. Mitfühlend erklärt der Autor Jörg Thomann, dass es Nachrichtenagenturen bei Fehlern nicht so einfach haben wie andere Medien. Ihre Berichtigungen haben "den Nebeneffekt, dass man auf den Fehler überhaupt erst aufmerksam wird". Am mutigsten verhalte sich dabei die Deutsche Presse-Agentur, schreibt Thomann und bedankt sich augenzwinkernd bei den Nachrichtenlieferanten "nicht nur für deine gute Arbeit in diesem Jahr, sondern auch für den Spaß, den uns deine nicht ganz so gute bereitet hat". 

Ganze 33 Berichtigungen haben es in die Auswahl geschafft. Darunter finden sich oft einfache Schreibfehler, die das beste Rechtschreibkorrekturprogramm nicht erkennen kann. So hieß es in einer Meldung zum Tod von Michael Jackson, dieser habe einen "Drogencocktail mit verschriebenen Scherzmitteln eingenommen". Besondere Beachtung in der H1N1-Berichterstattung fand ein "Schweingerippe", und im Zusammenhang mit dem Internet-Nachwuchs wurde die Frage gestellt: "Wie bewege ich mich im Nerz?" Für 2010 wünscht sich die FAZ "vor allem eines: dass du auch weiterhin deine schonungslos offenen Berichtigungsmeldungen verschickst". 

 

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