| Umzugskosten drücken dpa ins Minus |
|
| Mittwoch, den 23. Juni 2010 um 14:57 Uhr | |||
|
Umzugskosten drücken dpa ins Minus
Die Kosten für den Umzug der dpa-Redaktionen nach Berlin haben die Bilanz der Deutschen Presse-Agentur im vergangenen Jahr rot eingefärbt. Unterm Strich ergab sich ein Fehlbetrag von 3,8 Millionen Euro, wie dpa-Geschäftsführer Malte von Trotha bei der Vorstellung der Bilanz 2009 mitteilte. Für 2008 wurde noch ein Nettogewinn von 2,9 Millionen Euro ausgewiesen, in den vergangenen zehn Jahren waren es immer zwischen 0,6 und 6,0 Millionen Euro. Ohne die Kosten für den Umzug hätte dpa den Angaben zufolge ein um 7,7 Millionen Euro besseres Ergebnis und somit einen Überschuss erzielt.
"Insgesamt bewerten wir 2009 als erfolgreiches, als wegweisendes Jahr für die dpa", sagte von Trotha (im Bild links). "Mit Blick auf weitere, dafür geplante Investitionen gehen wir davon aus, dass 2010 insgesamt mit einem verbesserten, aber noch negativen Ergebnis abgeschlossen werden wird." Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um 3,8 Millionen Euro oder 4,1 Prozent auf 90,3 Millionen Euro zurück. Aufgrund der Kündigung des dpa-Dienstes durch die WAZ entfiel der quantitativ größte Teil des Rückgangs auf die Wort-Dienste (minus 3,4 Prozent auf 69,2 Millionen Euro). zurückging. Erwirtschaftet wurden die dpa-Umsätze von 744 Mitarbeitern (im Jahresdurchschnitt), 78 weniger als ein Jahr zuvor. Diesen Rückgang führt dpa auf die Ausgründung der eigenständigen IT-Tochter dpa-mediatechnology GmbH zurück.
Die Zusammenführung der bisher getrennten Regionen in einem einzigen Newsroom in Berlin sei "eine wichtige Etappe auf unserem Weg der Veränderung", sagte von Trotha. Chefredakteur Wolfgang Büchner (im Bild rechts) sagte: "Erstmals seit der dpa-Gründung arbeiten alle zentralen Redaktionen der dpa unter einem Dach - von Wort über Foto, Grafik und Online bis zu Audio und Video." Damit werde es "viel leichter, über Ressort- und Mediengrenzen hinweg für alle Auslieferungskanäle koordiniert zu produzieren". In der neuen Redaktion gehen Nachrichten aus 50 Büros in Deutschland und aus rund 100 Ländern ein. Künftige Software-Basis ist das neue Redaktionssystem ines (Integrated News Editing System), das bereits in der Bildredaktion eingeführt wurde. Der auf einer Fläche von rund 3.800 Quadratmetern eingerichtete Newsroom für rund 300 Journalistinnen und Journalisten wird in diesen Wochen in Betrieb genommen und am 15. September offiziell eröffnet.
Das neue Kundenportal dpa-news.de gibt den Beziehern der dpa-Dienste eine einheitliche Plattform, auf der sie die redaktionellen Abläufe von der Planung bis zum fertigen Ergebnis verfolgen können. Die größere Transparenz werde von den Kunden sehr positiv aufgenommen, sagte der für Marketing und Vertrieb zuständige Geschäftsführer Michael Segbers. Die aktuelle Marktsituation beurteilte er positiv: "Wir haben mit mehreren Großkunden neue, langfristige Verträge schließen können und ansonsten unseren Kundenbestand gehalten."
Die Kosten für den Umzug der dpa-Redaktionen nach Berlin haben die Bilanz der Deutschen Presse-Agentur im vergangenen Jahr rot eingefärbt. Unterm Strich ergab sich ein Fehlbetrag von 3,8 Millionen Euro, wie dpa-Geschäftsführer Malte von Trotha bei der Vorstellung der Bilanz 2009 mitteilte. Für 2008 wurde noch ein Nettogewinn von 2,9 Millionen Euro ausgewiesen, in den vergangenen zehn Jahren waren es immer zwischen 0,6 und 6,0 Millionen Euro. Ohne die Kosten für den Umzug hätte dpa den Angaben zufolge ein um 7,7 Millionen Euro besseres Ergebnis und somit einen Überschuss erzielt. "Insgesamt bewerten wir 2009 als erfolgreiches, als wegweisendes Jahr für die dpa", sagte von Trotha (im Bild links). "Mit Blick auf weitere, dafür geplante Investitionen gehen wir davon aus, dass 2010 insgesamt mit einem verbesserten, aber noch negativen Ergebnis abgeschlossen werden wird." Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um 3,8 Millionen Euro oder 4,1 Prozent auf 90,3 Millionen Euro zurück. Aufgrund der Kündigung des dpa-Dienstes durch die WAZ entfiel der quantitativ größte Teil des Rückgangs auf die Wort-Dienste (minus 3,4 Prozent auf 69,2 Millionen Euro). Erwirtschaftet wurden die dpa-Umsätze von 744 Mitarbeitern (im Jahresdurchschnitt), 78 weniger als ein Jahr zuvor. Den Rückgang in der Beschäftigung führt dpa auf die Ausgründung der eigenständigen IT-Tochter dpa-mediatechnology GmbH zurück. Die Zusammenführung der bisher getrennten Regionen in einem einzigen Newsroom in Berlin sei "eine wichtige Etappe auf unserem Weg der Veränderung", sagte von Trotha. Chefredakteur Wolfgang Büchner (im Bild rechts) sagte: "Erstmals seit der dpa-Gründung arbeiten alle zentralen Redaktionen der dpa unter einem Dach - von Wort über Foto, Grafik und Online bis zu Audio und Video." Damit werde es "viel leichter, über Ressort- und Mediengrenzen hinweg für alle Auslieferungskanäle koordiniert zu produzieren". In der neuen Redaktion gehen Nachrichten aus 50 Büros in Deutschland und aus rund 100 Ländern ein. Künftige Software-Basis ist das neue Redaktionssystem ines (Integrated News Editing System), das bereits in der Bildredaktion eingeführt wurde. Der auf einer Fläche von rund 3.800 Quadratmetern eingerichtete Newsroom für rund 300 Journalistinnen und Journalisten wird in diesen Wochen in Betrieb genommen und am 15. September offiziell eröffnet. Das neue Kundenportal dpa-news.de gibt den Beziehern der dpa-Dienste eine einheitliche Plattform, auf der sie die redaktionellen Abläufe von der Planung bis zum fertigen Ergebnis verfolgen können. Die größere Transparenz werde von den Kunden sehr positiv aufgenommen, sagte der für Marketing und Vertrieb zuständige Geschäftsführer Michael Segbers. Die aktuelle Marktsituation beurteilte er positiv: "Wir haben mit mehreren Großkunden neue, langfristige Verträge schließen können und ansonsten unseren Kundenbestand gehalten."
|










