| Affektion statt Finanzinvestment |
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| Mittwoch, den 09. Dezember 2009 um 16:07 Uhr | |||
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Die neuen Eigentümer von AP in Deutschland, umbenannt in ddp international, wollen ihren Verbund aus zwei Nachrichtenanbietern als Vollagentur in direkter Konkurrenz zu dpa etablieren. Martin Vorderwülbecke und Peter Löw stellten auf einer Pressekonferenz in Berlin ihre künftigen Pläne mit der nunmehr zweitgrößten Nachrichtenagentur in Deutschland vor. "Wir haben die Gesellschaft privat erworben", sagte Löw zum Kauf der AP GmbH. "Das ist kein Finanzinvestment, sondern ein Privatinvestment. Da gibt es ein gewisses Affektionsinteresse." Löw kündigte an, dass erzielte Gewinne in ddp/AP reinvestiert werden sollen. "Es macht uns Spaß! Für uns ist das ein langfristiges Interesse." Die beiden Gesellschafter der ddp Media Holding AG kündigten gezielte Investitionen in die Qualität der Nachrichtendienste an, die bis auf weiteres nebeneinander bestehen bleiben, sich aber ergänzen sollen. "Wir wollen agieren, die Chancen am Markt nutzen, die Qualität verbessern", sagte Löw. Konkret geplant sind ein neuer Statistikdienst, der Aufbau eines Kulturdesks und die Verstärkung der Landesdienste.
Wie die beiden Nachrichtenanbieter einmal zusammengeführt werden, steht noch nicht fest. Ein erster Schritt ist allerdings schon bald der Umzug der Berliner AP-Redaktion in die gegenüberliegende neue ddp-Zentrale. Am Standort Frankfurt, der bisherigen AP-Zentrale in Deutschland, soll sich bis auf weiteres nichts ändern. Bei allen Überlegungen stehe die Kundensicht im Vordergrund, erklärten die Agentur-Inhaber. Schon in der nächsten Woche seien Gespräche mit großen Kunden geplant, um deren Bedürfnisse auszuloten.
Beim Personalbestand soll es keine wesentlichen Änderungen geben. Denkbar sei ein Abbau von 10 bis 15 Stellen, was aber noch nicht feststehe. "In einem ersten Schritt" würden die bestehenden Tarifstrukturen bei AP weiter respektiert, sagte Vorderwühlbecke und erklärte, den ddp-Mitarbeitern sei vorab erklärt worden, dass die Tarifstrukturen unterschiedlich seien. Es sei aber das Ziel, die Gehälter bei ddp anzuheben. Der Zeitplan dafür sei abhängig von der Entwicklung der wirtschaftlichen Lage. Die ist für das laufende Jahr positiv: ddp erwartet für 2009 einen Gewinn von zwei bis drei Millionen Euro.
Im Anschluss an die Pressekonferenz stellten sich Vorderwühlbecke und Löw in einer Telefonkonferenz den Fragen der Mitarbeiter bei der neuen ddp internati
Die neuen Eigentümer von AP in Deutschland, umbenannt in ddp international, wollen ihren Verbund aus zwei Nachrichtenanbietern als Vollagentur in direkter Konkurrenz zu dpa etablieren. Martin Vorderwülbecke und Peter Löw stellten auf einer Pressekonferenz in Berlin ihre künftigen Pläne mit der zweitgrößten Nachrichtenagentur in Deutschland vor. "Wir haben die Gesellschaft privat erworben", sagte Löw zum Kauf der AP GmbH. "Das ist kein Finanzinvestment, sondern ein Privatinvestment. Da gibt es ein gewisses Affektionsinteresse." Löw kündigte an, dass erzielte Gewinne in ddp/AP reinvestiert werden sollen. "Es macht uns Spaß! Für uns ist das ein langfristiges Interesse." Die beiden Gesellschafter der ddp Media Holding AG kündigten gezielte Investitionen in die Qualität der Nachrichtendienste an, die bis auf weiteres nebeneinander bestehen bleiben, sich aber ergänzen sollen. "Wir wollen agieren, die Chancen am Markt nutzen, die Qualität verbessern", sagte Löw. Konkret geplant sind ein neuer Statistikdienst, der Aufbau eines Kulturdesks und die Verstärkung der Landesdienste. Wie die beiden Nachrichtenanbieter einmal zusammengeführt werden, steht noch nicht fest. Ein erster Schritt ist allerdings schon bald der Umzug der Berliner AP-Redaktion in die gegenüberliegende neue ddp-Zentrale. Am Standort Frankfurt, der bisherigen AP-Zentrale in Deutschland, soll sich bis auf weiteres nichts ändern. Bei allen Überlegungen stehe die Kundensicht im Vordergrund, erklärten die Agentur-Inhaber. Schon in der nächsten Woche seien Gespräche mit großen Kunden geplant, um deren Bedürfnisse auszuloten. Beim Personalbestand soll es keine wesentlichen Änderungen geben. Denkbar sei ein Abbau von 10 bis 15 Stellen, was aber noch nicht feststehe. Die bestehenden Tarifstrukturen bei AP würden weiter respektiert, sagte Vorderwülbecke und erklärte, den ddp-Mitarbeitern sei vorab erklärt worden, dass die Tarifstrukturen unterschiedlich seien. Es sei aber das Ziel, die Gehälter bei ddp anzuheben. Der Zeitplan dafür sei abhängig von der Entwicklung der wirtschaftlichen Lage. Die ist für das laufende Jahr positiv: ddp erwartet für 2009 einen Gewinn von zwei bis drei Millionen Euro. ddp und die bisherige AP haben gemeinsam etwa 230 Mitarbeiter, die einen Umsatz von etwa 29 Millionen Euro erwirtschaften. Bei den Nachrichtendiensten kommen ddp auf 600 und AP auf rund 280 Meldungen täglich. Im Anschluss an die Pressekonferenz stellten sich Vorderwülbecke und Löw in einer Telefonkonferenz den Fragen der Mitarbeiter bei der neuen ddp international.
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