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AP schließt neuen Vertrag mit Yahoo E-Mail
Dienstag, den 02. Februar 2010 um 12:48 Uhr

Angesichts sinkender Einnahmen von den klassischen Medien blickt AP verstärkt auf das Geschäft mit Online-Portalen. Mit Yahoo wurde jetzt ein neuer Vertrag geschlossen, mit Google und Microsoft wird noch verhandelt.

Yahoo wird schon seit 1998 mit AP-Nachrichten und -Bildern beliefert. Das Internet-Unternehmen verbreitet daneben auch aktuellen Content weiterer Nachrichtenagenturen wie Reuters, AFP, dpa und ddp. Einzelheiten zu dem neuen AP-Yahoo-Vertrag sind nicht bekannt, auch zur Dauer des Vertrags wurden keine Angaben gemacht. "Wir freuen uns darauf, unsere seit langem bestehende Partnerschaft mit AP für viele kommende Jahre fortzusetzen", erklärte Yahoo.

AP-Vorstandschef Tom Curley hatte während der Verhandlungen den Vorschlag eines differenzierten Preismodells vorgelegt, das für Exklusivberichte höhere Preise vorsieht als für reine Ereignismeldungen. In einer AP-Meldung hieß es jedoch unter Berufung auf Teilnehmerkreise, dass dies kein Bestandteil des neuen Vertrags sei.  

Wegen der rückläufigen Anzeigenerträge bei Zeitungen und Rundfunksendern ist Associated Press diesen Medien mit Preisnachlässen entgegengekommen - die Zeitungen und Rundfunksender sind auch die Eigentümer des Not-For-Profit-Unternehmens und stellen noch etwa 40 Prozent aller Einnahmen der Nachrichtenagentur.

Wegen der Preisabschläge hat AP im vergangenen Jahr 30 Millionen Dollar weniger eingenommen, in diesem Jahr sind es voraussichtlich 45 Millionen Dollar. Der Umsatz ist 2009 um schätzungsweise sechs Prozent auf 700 Millionen Dollar zurückgegangen. Wegen der angespannten finanziellen Lage hat AP zehn Prozent der Stellen gekürzt und sich auch von seinem deutschsprachigen Dienst getrennt.

 

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