| Auch AFP jetzt mit eigener iPhone-App |
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| Sonntag, den 24. Januar 2010 um 17:04 Uhr | |||
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Dabei verändern die Nachrichtenagenturen ihr bisheriges Geschäftsmodell: Das B2B-Konzept (Business to Business) mit der Lieferung von aktuellen Informationen an Medienkunden verschiebt sich in Richtung B2C (Business to Consumer), wenn die Agenturen die Öffentlichkeit auch direkt mit Nachrichtentexten und -fotos versorgen. Im Web geschieht dies (mit Ausnahme von Thomson-Reuters) bislang nur indirekt über Aggregatoren wie Google und Yahoo oder auf den Websites von Medienkunden. Hier sind seit jeher die Sorgen größer, im Netz als Konkurrenten der eigenen Kunden aufzutreten oder Urheberrechtsverletzungen zu erleichtern. Warum dann das forsche Auftreten im mobilen Internet? AFP betont, dass es sich dabei um eine "White-Label-Lösung für Medienkunden" handle, die "in Struktur und Design an individuelle Wünsche angepasst werden" könne. So könnten Verlage etwa ihre eigenen Inhalte in die App mit einbinden und das AFP-Label durch ihr eigenes ersetzen. "Die Software bietet ferner Schnittstellen für so genannte Adserver, womit die Vermarktung entweder durch den Kunden selbst oder aber einen Vermarktungspartner von AFP erfolgen kann." Auch "AFP Mobile 1.0" blendet eine Werbezeile ein, was der Anwendung im App Store von Apple negative Kommentare von Nutzern eingebracht hat. Diese zahlen einmalig 1,59 Euro für das Programm, das beim Start das aktuelle Nachrichtenangebot aufs Display bringt - unterteilt nach Ressorts wie Politik, Wirtschaft, Panorama oder Computer/Internet. Nachrichten mit integrierten Fotos können bewertet und direkt als E-Mail verschickt werden. Die Anwendung ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch und Portugiesisch verfügbar - bezeichnenderweise aber nicht auf Französisch. Offenbar sollen erst Erfahrungen in der Fremde gesammelt werden, bevor AFP sich mit der mobilen App auf den heimischen Markt wagt. AFP ist abgesehen von einer reinen Finanzservice-Anwendung von Bloomberg die dritte Nachrichtenagentur, die eine iPhone-App mit aktuellen Nachrichten entwickelt hat. Auch bei AP werden Meldungen mit Fotos zu verschiedenen Kategorien bereitgehalten. Diese können gleich über Twitter und Facebook weiterverbreitet werden - AP ist offenbar ähnlich wie Thomson-Reuters darum bemüht, den Bekanntheitsgrad als Marke für aktuelle Informationen weiter zu steigern und die eigene Sichtbarkeit im Netz zu verstärken. Neben einer mobilen News-Website und dem kostenlosen iPhone-App gibt es auch eine AP-Anwendung für Blackberry-Smartphones. Die ebenfalls kostenlose iPhone-App von Thomson-Reuters bietet neben aktuellen Nachrichten und einer Bildergalerie auch Börseninformationen sowie einen Mini-Ticker mit den wichtigsten Börsenbarometern gleich auf der Startseite. Der deutsche Marktführer dpa hält sich hingegen an das B2B-Modell: Der mobile Content der Tochter dpa-infocom findet sich in keiner eigenen App, sondern in Anwendungen unterschiedlicher Kunden wie etwa im Bundesliga-App "Dauerkarte 2009/10". Die unterschiedlichen Wege der Nachrichtenagenturen sollen hier in einer neuen Umfrage beleuchtet werden: B2B oder B2C?
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Hohe medienpolitsche Wellen schlagen die Pläne der ARD, demnächst eine iPhone-Anwendung mit Nachrichten der "Tagesschau" anzubieten. Weit weniger Beachtung finden die Apps der Nachrichtenagenturen - jetzt steigt auch AFP auf diese Weise ins mobile Internet ein.




