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"Veranstaltungen um primär Geld zu verdienen, sind Nachrichtenagenturen nicht. Dazu habe ich eine Chemie- oder Schraubenfabrik." (Martin Vorderwülbecke, dapd)

"Part of having your journalists on these platforms is giving them the freedom to be a normal human being, not a robot, a PR machine or a slave to the wire." (Anthony De Rosa, Reuters)

"There is this passion, this commitment to journalism in its purest form that makes it unique on the planet. Nowhere else does anyone have such a direct opportunity to commit journalism and have as much impact as they do here." (Tom Curley, AP)

"Jedes journalistische System, jede Zeitung, jede Nachrichtenagentur, macht bei der Fülle der Arbeit, die jeden Tag unter hohem Zeitdruck gemacht wird, Fehler. Entscheidend ist aber, das ist unser professionelles Selbstverständnis, dass wir Fehler, die entstehen, so schnell wie möglich mit offenem Visier korrigieren. Dabei hilft uns natürlich ein System wie Twitter. Das ist ja, wie wenn ein Flutlicht eingeschaltet worden wäre." (Wolfgang Büchner, dpa)

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Kritik an "neuem, bunten Ton" bei dpa

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Erstellt am Dienstag, 21. Mai 2013 13:38
Zugriffe: 159

Stilfragen in Agenturmeldungen sind nur selten ein Thema für Medienjournalisten. Über einen "neuen, bunten Ton" bei dpa schreibt nun Marc Felix Serrao von der "Süddeutschen Zeitung". Er kritisiert in einem Beitrag die Überschrift einer vm-Meldung aus Warschau über das Schicksal eines Neugeborenen, der mit 4,5 Promille Alkohol im Blut zur Welt kam. Die Headline der dpa-Meldung dazu: "Polnisches Promille-Baby außer Lebensgefahr". Dies sei "nicht der erste Ausflug der dpa ins Reich der gekoppelten Reizwörter" gewesen, die sonst eher Kennzeichen für Boulevard-Medien seien, kritisiert Serrao. So sei eine  Schauspielerin als "Sauber-Frau" bezeichnet worden. Ereignisse würden als "Sex-Unfall", "Sex-Attacke" oder als "Sex-Tod" eingeführt. Von der "Süddeutschen" dazu befragt, sagte dpa-Sprecher Christian Röwekamp, die Nachrichtenagentur arbeite für sehr unterschiedliche Kunden und müsse deren Interessen berücksichtigen. "Wenn wir einen Sachverhalt in der Überschrift sprachlich zuspitzen, dabei aber korrekt wiedergeben, ist das aus meiner Sicht in Ordnung."

 


US-Regierung bespitzelte AP-Journalisten

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Erstellt am Mittwoch, 15. Mai 2013 22:03
Zugriffe: 246

Das US-Justizministerium hat sich im April und Mai 2012 die Gesprächsdaten zu mehr als 20 Telefonverbindungen von AP-Journalisten und -Büros verschafft, um an die Informanten zu einem AP-Bericht über einen CIA-Einsatz im Jemen zu gelangen. Erst jetzt hat die Regierung die Nachrichtenagentur von dem Vorfall informiert. AP-Präsident Gary Pruitt protestierte scharf gegen das "massive Eindringen in die Nachrichtenbeschaffung" von Associated Press, verlangte eine umfassende Aufklärung, die Rückgabe der Daten und die Zerstörung aller davon erstellten Kopien.

Die Affäre beschäftigte jetzt auch den Justizausschuss des Repräsentantenhauses, wo sich Justizminister und Generalstaatsanwalt Eric Holder unbequemen Fragen von Abgeordneten stellen musste. Der republikanische Abgeordnete James Sensenbrenner fragte den Minister, warum AP nicht wie vorgeschrieben sofort von der Zwangsmaßnahme unterrichtet worden sei. Holder antwortete: "Das weiß ich nicht. Es gibt Ausnahmen, wenn die Integrität der Ermittlungen beeinflusst würde."

Auf eine ähnliche Frage der republikanischen Abgeordneten Zoe Lofgren antwortete Holder, es handle sich um fortlaufende Ermittlungen und dazu könne er nichts sagen. Lofgren sagte, der Vorfalle könnte eine abschreckende Wirkung auf Whistleblower haben, die sich mit Informationen über Misstände in der Regierung an die Medien wenden wollten.

Auf andere Fragen sagte Holder, er wisse nicht, warum die von seinem Stellvertreter James Cole unterzeichnete Anordnung so breit formuliert worden sei. Nach einem Bericht von AP waren Büros in New York, Washington und Hartford, Connecticut, sowie das AP-Telefon im Pressebereich des US-Repräsentantenhauses betroffen. In den Büros waren in der fraglichen Zeit insgesamt mehr als 100 Journalisten tätig, die zu einer Vielzahl von Regierungsthemen und anderen Nachrichten recherchierten. Für eine derart umfangreiche Beschaffung der Gesprächsdaten von AP-Reportern gebe es keinerlei Rechtfertigung, erklärte Pruitt. 

 


 

AP-Studie: Online-Videos rücken ins Zentrum

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Erstellt am Donnerstag, 09. Mai 2013 18:43
Zugriffe: 423

Die Einbindung von Videos in News-Portalen und Apps von Nachrichtenanbietern ist in den vergangenen Jahren nur mühsam vorangekommen - ein Hauptproblem ist die Finanzierung. Künftig aber werden Online-Videos zu einem zentralen Bestandteil der persönlichen Informationsstrategien im Web. Dies ergab eine Studie der Nachrichtenagentur AP mit dem Titel "White Smoke - The new era of video news". AP will sein Angebot an Web-Videos weiter ausbauen und hofft hier auf zunehmende Erträge.

Der Titel der Studie bezieht sich auf die Wahl von Papst Franziskus im März - dies sei das erste Ereignis gewesen, bei dem die Online-Videoberichterstattung völlig selbstverständlich gewesen sei, erklären die Autoren des Berichts. Sie schreiben der Verbindung von Web-Videos mit der Online-Textberichterstattung eine stärkere Wirkung zu als dem Fernsehen oder der Zeitung:

"A combination of professionally-produced video and written journalistic content on news websites can be more engaging than TV or newspapers, with the potential to attract and retain loyal users."

Aufgrund der immer besseren Bandbreite, der zunehmenden Verbreitung mobiler Geräte und veränderter Gewohnheiten im Medienkonsum gebe es nun die Chance für Nachrichtenportale und Apps, dem Fernsehen in der Rolle des wichtigsten Nachrichtenmediums erfolgreich Konkurrenz zu bieten. In Großbritannien und Spanien liegt das Fernsehen hier noch klar vorn - die Studie fragte dazu nach dem Medium, das zuerst eingeschaltet wird, um sich über ein herausragendes neues Ereignis zu informieren. In Deutschland ist hier das Radio (36 Prozent) wichtiger als das Fernsehen (28 Prozent). Das Internet ist in allen drei Ländern aber die wichtigste Quelle, wenn nach dem meistgenutzten Medium für ergänzende Informationen gefragt wird.

Das Web liegt vorn, wenn es um Informationen mit hoher Hintergrundtiefe und um Informationen mit persönlicher Betroffenheit geht. Und hier werden Online-Videos nach Einschätzung der Studie eine zunehmende Bedeutung bekommen. Ein wichtiger Treiber dieser Entwicklung ist die zunehmende Verbreitung von Tablet-Computern: Nachrichten-Videos werden eher auf Tablets als auf Smartphones gesehen.

Und Online-Videos sind nicht mehr nur eine nette Ergänzung von Nachrichten-Websites, sondern werden zu einem zentralen Bestandteil:

Our survey has shown that video is no longer a luxury add-on to a professional news site: it is becoming an essential part of the news experience for consumers. Not only does video increase loyalty and differentiate between services, it enables news organisations to engage with the YouTube Generation in a way that text-based websites, newspapers and TV do not. 

Hinsichtlich des Geschäftsmodells von Nachrichten-Websites sieht die Studie Chancen sowohl für die Finanzierung mit Werbung als auch für unterschiedliche Bezahlmodelle. Die Studie ergab, dass bei Websites mit einer Paywall vor allem in Deutschland erwartet wird, dass dort dann auch Online-Videos zu finden sind. Für die Studie der Marktforscher GfK und Deloitte wurden jeweils 1300 Personen in Deutschland, Großbritannien und Spanien befragt. 

 


 

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